FREQUENZEN - Tanz und improvisierte Musik

 

Mit „Frequenzen“, einer neu initiierten Improvisation-Reihe im Exploratorium Berlin, wollen wir einen experimentellen und inspirierenden Raum öffnen für den Dialog zwischen Tanz, Performance, improvisierter Musik und Publikum.

Körper-Puls und Klang-Schwingung. Puls bewegt, aus der Erinnerung und in der Wahrnehmung des Moments. Corpus in E-Motion. Nachschwingende Zeit. Innen/Außen, das Risiko für das Unbekannte.

Feineinstellung von Körper und Klang, Dissonanzen-Konsonanzen, die unharmonische Harmonie, chaotische Stille.

Das Publikum, die Frequenz des Blickes.

Die Improvisations-Reihe erforscht an den einzelnen Performance-Abenden unter wechselnder Besetzung und Themensetzung Grenzbereiche und Schnittmengen von Klang und Bewegung und sucht nach neuen Begegnungen zwischen den Künsten, Künstlern und Publikum.

Termine: Mit kleinen Verschiebungen jeder 1. Donnerstag im Monat von 20 - 22 h

 

2. September 2010, 20 h

FREQUENZEN #4

Ein Zusammenspiel von Tanz, Performance, Improvisierter Musik, bildender Kunst, Zeichen und Worten

S o t t o s o p r a
Von Unten nach Oben

Musik: Michael Rabuske, Thomas Zunk
Bildende Kunst: Julia Trévin, Sachiko Yoshimura
Tanz: Ana Carbia, Sonja Heller, Annalisa Maggiani, Elke Postler

Eintritt 8 / 5 / 3 Euro

 

 

Die weiteren Termine:

  • 30. September 2010
  • 4. November 2010
  • 2. Dezember 2010
  • 6. Januar 2011

Die jeweilige Besetzung wird kurzfristig bekannt gegeben.

 

Initiatorinnen der Reihe Frequenzen:

Annalisa Maggiani, Performerin, Tänzerin, Dipl.Psychologin und Dipl. Philosophin.
Lebt und arbeitet in Berlin und Italien. Seit 1995 Zusammenarbeit mit Yumiko Yoshioka (TEN PEN Chii art labor). Sie hat bei Kazuo Ono, Yoshito Ono, Anzu Furukawa, Atsushi Takenoushi, Yuko Muronoi und Minako Seki Butoh studiert. Konzeption und Performance  für eine Trilogie über Exil und Migration im U-Bahnhof Nollendorfplatz (2003-05). Projekte mit ihrem Tanz-Theater-Verein Gest/Azione (La Spezia-Italien) in Schlössern, im Steinbruch und am Strand. Zusammenarbeit mit visuellen Künstlern und Jazzmusiker seit 1995. Improvisationen in Italien u.a. mit den bekannten Jazzmusikern Lauro Rossi- Festival Controindicazioni- Rom, Ragusa Ibla und Fabrizio Puglisi- Bologna.
Seit 2002 ist Annalisa Maggiani Veranstalterin des Solotanz Butoh Festivals „La Danza di Confine“ in Sarzana (La Spezia-Italien).

Yuko Kaseki, freie Tänzerin, Choreografin und Lehrerin in Berlin. 1990 studierte sie mit Anzu Furukawa und von 1992-1997 Performing Arts an der Hochschule der Bildenden Kunst in Braunschweig. 1990-2001 Mitglied der Tanzcompany Dance Butter Tokio. 1995 gründete sie mit Marc Ates die Company cokaseki. Ihre zahlreichen Produktionen wurden in Europa, USA, Kanada, Mexico, Taiwan und Japan aufgeführt. Yuko Kaseki organisiert und tanzt die Improvisations-Serie AMMO-NITE GIG seit 2004 mit internationalen Tänzern, Performern und Musikern.

Anna Barth, nach einer Ausbildung im Modernen Tanz bei Alwin Nikolais und Murray Louis in New York folgte sie Kazuo Ohno, dem Altmeister und Mitbegründer des Butoh Tanzes nach Japan, wo sie eine mehrjährige Ausbildung von Kazuo Ohno selbst, sowie seinem Sohn Yoshito Ohno erhielt. An der Schnittstelle von Improvisation und Butoh erforscht sie seit mehreren Jahren den Körper und sein Gedächtnis. Solo, Duo–und Ensemble Arbeiten, experimentelle Projekte mit internationalen K¸nstlern der Genre Improvisierte / Zeitgenössische Musik, Bildende Kunst. Ihre Arbeiten wurden außerhalb Berlins bisher in New York, Tokio, Budapest, Zürich und Ancona realisiert. Seit 2004 leitet Anna Barth das von ihr gegründete TanzArt Labor in Berlin und unterrichtet international.

Manuela Giovagnetti ist Tänzerin seit 1998. Sie hat unter Masaki Iwana, Akira Kasai und Yuko Muronoi Butoh Tanz studiert. Mitbegründerin und Mitglied des Butoh Tanz Ensemble Lios in Rom. Lios rief das Butoh Festival Trasform'azioni ins Leben, das in den letzen Jahren Maßstäbe für den europäischen Butoh Tanz gesetzt hat. Manuela Giovagnetti arbeitet im Spannungsfeld von Theater, Musik und Tanz. Ihr Solo "The Left-handed Woman" war auf zahlreichen italienischen und deutschen Festivals zu sehen. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin.

Sonja Heller
Ausbildung in klassischem Ballet und Schauspiel. Erste Begegnung mit Butoh 1999 durch Minako Seki sowie u.a. Studien bei Atsushi Takenouchi, Yuko Kaseki und Yumiko Yoshioka. In ihren Solo- und Ensemble-Arbeiten verbindet sie zeitgenössischen Tanz mit Butoh-Elementen, Contact Improvisation und Tanzakrobatik. Dabei erforscht sie gemeinsam mit andern Künstlern Grenzbereiche zu Musik, Video u.a. Sie unterrichtet Butoh, Atem-Bewegungs-Übungen nach Fe Reichelt und Reiki.